Schwerpunkt D
Überfachliche Kompetenzen fördern
2027 bis 2030
Fachliche Basis
Das VSA hat eine Fachexpertise in Auftrag gegeben, um zentrale Handlungsansätze zur Reduktion von Bildungsbenachteiligungen zu identifizieren. Auf dieser Grundlage wurde unter Einbezug verschiedener Anspruchsgruppen ein Vorschlag für den neuen QUIMS‑Schwerpunkt D erarbeitet. Dabei haben sich vier Aspekte herauskristallisiert, die für die Förderung von Schülerinnen und Schülern an QUIMS‑Schulen besonders relevant sind: Growth Mindset, Selbstreguliertes Lernen, Sozial-emotionales Lernen und Diskriminierungskritische Perspektive. Sie lassen sich unter dem übergeordneten Begriff der überfachlichen Kompetenzen zusammenfassen und bilden die inhaltliche Basis des neuen Schwerpunkts.
Die Förderung der überfachlichen Kompetenzen soll nicht zu einer Reduktion fachlicher Inhalte führen. Vielmehr werden ausgewählte überfachliche Kompetenzen gezielt in Verbindung mit einem Fokus auf Sprache gestärkt. Die vorgesehenen Themenbereiche stehen in engem Bezug zum Lehrplan 21, der die Förderung personaler, sozialer und methodischer Kompetenzen vorsieht.
Für alle Aspekte werden vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, die Schulteams gezielt unterstützen, ergänzt durch Angebote für Schulklassen von Schule und Kultur.

Die überfachlichen Aspekte des Schwerpunkts D in Bezug auf die Kompetenzebenen des Lehrplans 21
Die Grafik zeigt die drei Kompetenzebenen des Lehrplans 21 als Kreise: Methodische Kompetenzen, Personale Kompetenzen und Soziale Kompetenzen, die sich überschneiden.
Die vier ausgewählten überfachlichen Aspekte des Schwerpunkts D werden in diesen Kreisen verortet.
- Das Growth Mindset umfasst als Kreis die drei Kompetenzen des Lehrplans 21, da es überall einfliesst. Als konkretes Weiterbildungsangebot dazu wird «Lernwirksame Rückmeldungen» für alle Zyklen angeboten.
- Das Selbstregulierte Lernen wird im Schnittbereich der methodischen, sozialen und personalen Kompetenzen mittig verortet. Dazu gibt es für alle Zyklen die Weiterbildungsangebote: SRL: 5 Grundlagenmodule und Voraussetzung Lesekompetenz. Für den Zyklus 3: SRL fachspezifisch und für die Zyklen 1 und 2: Mathematik verstehen und SRL: Gewusst wie!
- Das Sozial-emotionale Lernen wird im Schnittbereich der Personalen und Sozialen Kompetenzen verortet. Dazu gibt es das Angebot: SEL mit Fokus auf das Verhalten für alle Zyklen und SEL mit Fokus auf den Lernerfolg für die Zyklen 1 und 2. Kooperative Abenteuerwelten richtet sich an alle Zyklen inklusive Betreuung.
- Die Diskriminierungskritische Perspektive wird stärker im Bereich der Sozialen Kompetenzen verortet, mit leichtem Schnittmengenbereich zu den Personalen Kompetenzen. Dazu gibt es das konkrete Weiterbildungsangebot Diskriminierungskritische Schulkultur für alle Zyklen mit Fokus auf Geschlechterrollen, Rassismuskritik und Soziale Gerechtigkeit.
Growth Mindset
Ein Growth Mindset unterstützt Schülerinnen und Schüler darin, ihre Fähigkeiten als veränderbar wahrzunehmen. Besonders Lernende mit tieferem Leistungsniveau, niedrigerem sozioökonomischem Status oder Migrationshintergrund profitieren nachweislich davon. Die Förderung eines Growth Mindsets und eines wachstumsorientierten Klassenklimas wirkt sich positiv auf Risikogruppen aus – ohne Nachteile für andere Schülerinnen und Schüler.
Selbstreguliertes Lernen
Selbstreguliertes Lernen umfasst Zielsetzung, Planung, den Einsatz von Lernstrategien sowie Selbstreflexion. Es stärkt die Fähigkeit, den eigenen Lernprozess zu steuern und zu optimieren, und gilt als Voraussetzung für selbstorganisiertes Lernen (SOL). Eine ausreichende Lesekompetenz ist für das selbstregulierte Lernen in vielen schulischen Kontexten eine wichtige Gelingensbedingung. Daher rückt das Lesen – in Verbindung mit geeigneten Lernstrategien sowie weiteren fachdidaktischen Inhalten – ebenfalls in den Fokus.
Sozial‑emotionales Lernen
Sozial‑emotionale Kompetenzen umfassen unter anderem Hilfsbereitschaft, Kooperation, Empathie, Konfliktlösung, sowie die Wahrnehmung und Regulation eigener und fremder Emotionen. Sie fördern erfolgreiches Lernen und tragen zur Reduktion von Verhaltensproblemen bei.
Diskriminierungskritische Perspektive
Eine diskriminierungskritische Haltung unterstützt den konstruktiven Umgang mit Vielfalt und stärkt eine Schulkultur, in der alle Schülerinnen und Schüler respektiert und wertgeschätzt werden. Dies ist zentral für das Lernen, da eine inklusive und diskriminierungssensible Lernumgebung den Schulerfolg mitbedingt.
Standortbestimmung
Führen Sie vor der Auswahl einer Weiterbildung die kostenlose Standortbestimmung für QUIMS Schulen durch – gemeinsam mit Ihrem Schulteam und Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse.
Weiterbildungen
Der Kanton bietet den QUIMS-Schulen fachliche Unterstützung an. Dazu gehören diverse Weiterbildungen für QUIMS-Beauftragte und Schulteams.